Schulformen in Deutschland

Nach dem Kindergarten steht für jedes Kind der Gang zur Schule an. Welche Schule besucht wird, ist abhängig von der Schulstruktur des Bundeslandes und natürlich von der Intelligenz des Kindes. Nicht selten beginnt für die Eltern kurz vor der Einschulung der Gang durch einen Dschungel aus Behörden, Schulangeboten und der Planung des Werdegangs ihres Kindes. Diese Seite will versuchen, das Dickicht ein wenig zu lichten und die deutschen Schulformen ein wenig transparenter zu machen.
Das derzeit aktuelle, dennoch stark diskutierte Bildungssystem hat seine Wurzeln im frühen Mittelalter, als die meisten Kinder von ihren Eltern unterrichtet oder in einer Zunft in eine handwerkliche Lehre gingen. Im Zuge der Reformation im späten Mittelalter entstanden in den Städten neben Dom- und Klosterschulen auch sogenannte „Winkelschulen“ für bürgerliche Kinder. Auch spezielle Standesschulen wurden geboren. Die Einführung der gesetzlichen allgemeinen Schulpflicht 1763 war einer der wichtigsten Schritte zu unserem heutigen Bildungssystem. Um 1800 entstanden die ersten Realschulen, nach deren Absolvierung die mittlere Reife erlangt werden konnte.

Seit 1949 existiert das Schulsystem im Grunde so, wie wir es heute kennen. Seitdem sind die Länder und der Bund stets bemüht, ein einheitliches System einzuhalten. So hat ein Kind heutzutage die Möglichkeit, nach der Grundschule zwischen der Haupt- und Realschule und dem Gymnasium zu wählen. In einigen Ländern gibt es außerdem die sogenannte Orientierungsstufe, deren Dauer zwei Jahre beträgt und die direkt nach der Grundschule ansetzt.